stuetzende hand
Stützende Hand

Angkor Wat / Angkot Thom

Auch auf dieser Seite möchten wir Euch nicht mit Details der Ruinen füttern. Das könnt Ihr in jedem Reiseführer oder im Internet haben. Hier möchten wir nur über unsere persönlichen Erlebnisse und Eindrücke berichten. Ohne es zu wissen, hatten wir einen perfekten Monat für den Besuch der Ruinen gewählt. Wir waren während des Monsuns im August hier. Natürlich waren wir nicht die einzigen Besucher, aber es war doch an keiner Stelle so überfüllt, dass man nicht die wunderbare Atmosphäre der Bauten genießen konnte. Freunde von uns, die im Dezember dort waren, berichteten von Menschenmassen. Sie machten kein Foto ohne dass Touristen durch das Bild liefen. Wir hatten also das Glück, oftmals ganz alleine in einem Tempelabschnitt zu sein.

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Kehren für die Götter


In den Tempeln wird noch heute aktiv die Religion praktiziert. Oft sieht man Menschen vor den Buddhastatuen beten, Räucherstäbchen anzünden oder einfach nur den Platz von Blättern und Staub reinigen. Obwohl Angkor schon seit vielen Jahren restauriert wird, gibt es doch noch unglaublich viel zu tun. Oftmals waren Wege gesperrt und Schilder warnten vor der Gefahr einstürzender Mauern und Steinschlag. Doch überall wird emsig gearbeitet und wir sahen viele (deutsche!!) Vermessungstrupps, die immer noch damit beschäftigt waren, die Tempel zu kartographieren.

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Feigenbaumwurzeln in Angkor Thom


Sehr beeindruckend war die Kraft der Natur. Die Feigenbaumwurzeln umschlossen so manches Gebäude. Wir waren uns oft nicht sicher, was passieren würde, wenn man die Wurzeln entfernen ließe. Abgesehen davon, dass es wunderbar ausschaut. Stürzen die Gebäude ein, wenn man die Wurzeln entfernt, weil sie eine stützende Wirkung haben, oder zerstören die Wurzeln die Mauern früher oder später?
Auf jeden Fall sah es schön aus und unsere Tochter (damals 9 Jahre) fühlte sich wie Lara Croft in Tomb Raider (der Film wurde hier in den Ruinen gedreht) und fand das erste Mal im Urlaub "alte" Steine toll.

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Kraft der Natur

 

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Auf dem Bayon

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Gesichtsturm

Doch am beeindruckendsten fanden wir die Gesichtstürme von Bayon. Der Ausdruck der Gesichter ist unbeschreiblich und unglaublich schön. Wenn man durch die Anlage geht, fühlt man sich zwar auf Schritt und Tritt beobachtet, aber die handwerkliche Kunst der Steinmetze dieser Zeit ist unübertroffen. Soviel Gefühl und Ausstrahlung von Ruhe in Gesichtern aus Stein haben wir vorher noch nie gesehen. Man könnte Stunden damit zubringen, dort zu sitzen und den Ort auf sich wirken lzu lassen.

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Gesichtstürme

 

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Relief in Banteay Srei

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Wächter in Banteay Srei

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Da ist der Schirm so groß wie das Mädchen

Etwas weiter entfernt von Angkor, nämlich 21 Kilometer nordöstlich, liegt Banteay Srei. Diese Tempelanlage wurde aus rosa schimmerndem Stein erbaut. Sie ist besonders fein gearbeitet und die Reliefs sind fast alle in unglaublich gutem Zustand. Dieser Ort ist es absolut wert, besichtigt zu werden, auch wenn die Anfahrt mit der Motorrad-Rikscha etwas beschwerlich ist. Auch hier hatten wir wieder das Glück, ganz alleine zu sein und genossen die Anlage in aller Stille. Wir können wirklich nur jedem raten, außerhalb der High-Season dorthin zu fahren. Auch wenn Regenzeit abschreckend klingt, wir haben während der ganzen Zeit nur zwei kurze Schauer erlebt.

steile treppe
Steile Stufen

Unser letzter Abend in Kamboscha fiel auf eine Vollmondnacht, die ideale Zeit, um auf den Tempelberg zu steigen und Angkor Wat im Vollmond zu sehen. Das erste Stück zogen wir uns an Wurzeln einen Sandweg hinauf, die letzen Höhenmeter überwanden wir mit extrem steilen Treppen. Oben mussten wir denn feststellen, dass es dermaßen diesig war, dass man Angkor Wat nur schemenhaft wahrnehmen konnte. Aber an die Treppen erinnert sich unsere Tochter noch immer.

Vorsicht: Als wir unser Hotel zahlen wollten, wurde unser letzter 100 Dollar Schein nicht angenommen, weil er vom Geldgürtel eine leichte Verfärbung am Rand hatte. Da es damals noch keine Geldautomaten gab und auch Kreditkarten nicht angenommen wurden, hatten wir wirklich ein Problen. Es dauerte lange, bis wir einen chinesischen Händler fanden, der uns für unsere 100 $ immerhin noch 80 nagelneue, unbeschädigte und saubere Dollar gab. Falls es also hier immer noch keine Geldautomaten gibt, achtet auf saubere und unbeschädigte Dollars in Eurer Reisekasse.

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